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01.04. 2006 München, Elserhalle
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Man nehme
drei Individuen, schließt sie an Starkstrom an und versieht sie mit einem
Atomantrieb.- Juhuuu, und das Ergebnis heißt ‚Danko Jones’- Dieses
kanadische Nitroglyzerin ist das allerbeste Beispiel dafür, dass drei
Musiker mehr Power on stage erzeugen können, als manche Hard- and Heavy
Band mit sechs Instrumentalisten. Mein lieber Scholli! Das ist keine
Sticky Situation, sondern ein absolut abgefahrenes Inferno, das
Presslufthammer – mäßig unsere Hirnzellen und Trommelfelle
durcheinander wirbelt. Kompromisslos und gnadenlos brettert Danko Jones
den abgehackten, knallharten Beat im Dreiviertel- und Siebenachteltakt
gnadenlos auf’s Publikum, das aus allen Altersklassen besteht – man höre
und staune. Sie putschen sich selbst auf, und sie putschen die Fans auf.
Die Bierbecher fliegen wie Gewehrgeschosse auf die Bühne. Und so manch
einer verfehlt sein Ziel und landet unglücklicherweise im Fotograben –
und vor allem auf mir... - Was
so gesehen noch von Glück ist. Hauptsache mein Baby bleibt verschont, das
nebenbei noch Schwerarbeit leistet, um einige passable Aufnahmen von Mr.
Jones zu erhaschen. – Ich pass’ schon auf dich auf... hab ich meiner
Canon geschworen. Lieber nehme ich eine Dusche in
Kauf. Bier soll angeblich ohnehin gut sein für’s Haupthaar. |
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Der
nächste Song handelt von Girls’ – meint Danko. ‚Genauer
definiert, handelt er von Sex’, erklärt er weiter. ‚Und noch
genauer gesagt, handelt er von oralem Sex.- Und versteht mich nicht
falsch, der Song handelt vom geben, nicht von nehmen....’ usw.
usw...... - Danko Jones
versteht es gekonnt, bestimmte Gefühle in verschiedenen Stimmlagen zu
interpretieren. Wie schon vorhin erwähnt, knallhart und kompromisslos,
aber dennoch mit einem
gewissen arroganten Unterton und elektrisch geladener sexueller Energie
und.... erotischem Hüftschwung. Jawohl, die Feuertaufe als Headliner ist bestanden. Und Danko Jones zeigen uns, dass es kein Klischee braucht, sprich, keine lange Haare, zerrissene Jeans oder Logo-T-Shirt und finstere Mienen. Es benötigt auch keine Pyro Show oder sonstige Special Effects um ein Rockkonzert vom Stapel zu lassen, dass dir die Luft zum atmen nimmt. - Und der multiple Orgasmus lässt nicht lange auf sich warten. - Yep, - der Sado Maso Trip ist beendet inklusive einiger selbstversetzter Ohrfeigen zum krönenden Abschluss. – Mein Gott war das schöööönnnnn!!! |
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