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Okay, nennen wir es mal so, ich habe selten ein Konzertereignis erlebt, das unter so einem ungünstigen Stern stand, wie das heutige Slayer Konzert hier im Münchner Zenith. Fangen wir mal bei dem Umstand an, dass diese Tour bereits zwei Mal aus gesundheitlichen Gründen von Sänger Tom Araya abgesagt war, einmal im vergangenen Dezember, das zweite Mal im März dieses Jahres. Dass daraufhin etliche Leute ihre Karten zurück gegeben hatten, ist irgendwie selbstverständlich. – Jetzt endlich angesetzt, erweist sich die Konzertreise fast als überflüssig, weil Slayer zudem auf jedem größeren Rockfestival dieses Sommers vertreten sind. Und diejenigen unter uns, die ohnehin auf einem dieser Megaevents zugegen waren oder noch sind, fragen sich ernsthaft, soll man da wirklich noch einmal 40 Euro zusätzlich investieren. Und um dem Ganzen noch den berühmten Tupfen auf dem i zu verpassen, findet doch just am heutigen Abend auch noch der erste Fußball WM Einstand der Deutschen Nationalmannschaft statt. Besser (in umgekehrten Sinn) kann es wirklich nicht laufen. Den momentan herrschenden Dauerregen will ich gar nicht erwähnt haben.
Resultat ist denn auch eine, fast schon gähnende
Leere im Zenith. In Zahlen heißt das: 2.000 verlorene Seelen in einer
Kathedrale, in die normalerweise an die 6.000 Personen hinein passen.
Halleluja, da kommt Freude und schon gar keine Stimmung auf.
Slayer starten durch mit ‚World Painted Blood’. Und es wirkt schon etwas ulkig – einerseits die bösen Jungs Kerry King und Jeff Hannemann zur rechten und linken, und dazwischen ein stocksteif stehender Tom Araya. Denn headbangen ist ab sofort verboten von ärztlicher Seite her. Ja mei, der gute Tom geht halt doch schon auf die Fünfzig (gleich alt wie ich) und da muss man eben auch etwas auf den gesundheitlichen Allgemeinzustand schauen, nutzt alles nichts. – |
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| Und mitten drin im eifrigsten
Knipsen erreicht mich die SMS meiner Mutter,75, die da in begeisterter
Euphorie schreibt: huurrraaaahhh hurrraahhhh... – Alles klar, das 2 :
0 ist gefallen. Und sogar unsere Security im Graben vorne schaut nicht
ganz so grimmig wie sonst, dank dieser frohen Botschaft. Die Länge von drei Songs ist normalerweise kürzer als kurz. Aber heute erfahre ich zum ersten Mal, dass sie auch eine halbe Ewigkeit dauern können. Und da oben stehen nun wirklich nicht Dream Theater. Ihr wisst, was ich meine. – Kurz gut, meine Freunde, diesmal gibt’s keine weitere Konzertkritik. Denn nach der üblichen Fotosession fliege ich förmlich nach Hause. Denn die zweite Halbzeit, die lasse ich mir sicherlich nicht entgehen. Deshalb müssen diesmal einige visuelle Eindrücke genügen, sowie die Feststellung, dass Tom heute Abend keine stimmlichen Probleme zu haben scheint, und die Band ihr Set so far so good relativ passabel runter rasselt. – Trotzdem kann ich mich des leisen Gefühls nicht erwehren, dass dies vielleicht das letzte Mal gewesen ist, dass wir die, wohl härteste Band der Welt live on Stage erlebt haben. Who knows, vielleicht lieg’ ich ja auch falsch. - In diesem Sinne hoffen wir nach dem heutigen 4 : 0 bei der WM, dass Deutschland noch recht lange in Südafrika verweilen kann :-))))) http://www.slayer.net |
Weitere Fotos
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Und nur zur
Erinnerung - "Die
kleine Slayer Zeitreise"
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